| WEICHTIERE

Marine Weichtiere und ihre Verwandten bilden mit mehr als 150000
Arten einen der größten Stämme im Tierreich. Zu
den Weichtieren zählen Muscheln, Schnecken und die Klasse der
Kopffüßer (Tintenfische). Gemeinsames Merkmal der meisten
Weichtiere ist die Radula, eine hornige Reibplatte, die zum Fressen
und zum Beutefang benutzt wird. Viele Muschel- und Schneckenarten
zeichnen sich aus durch äußerst farb- und formprächtige
Schalen und Gehäuse. Zur No-Touch Philosophie von Dive Asia
zählt auch, dass keine Schnecken oder Muscheln gesammelt werden,
auch keine leeren Gehäuse!
MUSCHELN

Muscheln leben teils eingegraben oder an der Oberfläche angeheftet.
Da sie nicht in der Lage sind, ihre Nahrung aktiv zu suchen, verwenden
die meisten ihre Kiemen, um winzige Pflanzen und Tiere aus dem Wasser
zu filtrieren. Muscheln sind getrenntgeschlechtlich – zur
Fortpflanzung werden Wolken von Sperma und Eiern der selben Arten
gleichzeitig ins Wasser entlassen. Aus den befruchteten Eiern entwickeln
sich Larven. Sie treiben oder schwimmen im Wasser um sich nach 2
bis 40 Tagen am Boden festzusetzen.
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SCHUPPIGE
RIESENMUSCHEL (Tridacna squamosa)
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Oft
in seichten Riffen bis 10 m Tiefe. Mit dem Schloß nach
unten in Steinkorallen eingebettet. Bei Riesenmuscheln sind
männliche und weibliche Geschlechtsorgane im gleichen
Individuum vorhanden, Sperma und Eier werden jedoch zu verschiedenen
Zeiten abgegeben, um Selbstbefruchtung zu vermeiden.
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STACHELAUSTER
(Spondylus varius)
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Große
Muschelart mit bis zu 25 cm Länge. Eine Schale ist fest
an den Untergrund zementiert, die andere Schale dient als
Deckel. Bei Beschattung oder Berührung kann sie sich
blitzschnell schließen. Oft stark bewachsen mit anderen
Wirbellosen und Schwämmen.
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SCHNECKEN

Schnecken sind die bei weitem häufigsten Vertreter der Weichtiere
im Korallenriff. Generell unterscheidet man zwischen Gehäuseschnecken
und Nacktschnecken. Die Ernährungsweise von Schnecken ist sehr
unterschiedlich. Sie reicht von Algen über Aas bis hin zu Korallenpolypen,
kleineren Wirbellosen bis hin zu Fischen. Während sich Gehäuseschnecken
zum Schutz vor Feinden in ihre Schale zurückziehen, sind die
meisten Nacktschnecken giftig oder ungenießbar, was sie zumeist
durch leuchtende Warnfärbung anzeigen.
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STACHELSCHNECKE
(Murex tribulus)
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Ungewöhnlich
geformte Schnecke, meist auf weichem Untergrund zu finden,
wo sie nach im Boden versteckten Muscheln gräbt.
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WARZENSCHNECKE
(Phyllidia varicosa)
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Warzenschnecken
sind Meister der chemischen Verteidigung. Bei Stress sondern
sie ein Gift ab, das sie ungenießbar macht. Warzenschnecken
sind Zwitter. Jede Schnecke besitzt die Fortpflanzungsorgane
beider Geschlechter in ihrem Körper.
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PRACHTSTERNSCHNECKE (Chromodoris annulata)
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Mit
bis zu 10 cm Länge recht große Nacktschnecke, meist
paarweise anzutreffen. Charakteristisch ist das Heben und
Senken des Kopfes beim Vorwärtskriechen. Ernährt
sich von Schwämmen.
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KOPFFÜSSER

Diese Familie besitzt das am weitesten entwickelte Nervensystem
aller Weichtiere. Es gibt etwa 800 verschiedene Arten, jedoch die
wenigsten werden am Korallenriff angetroffen. Die meisten leben
im offenen Meer oder in der Tiefsee. Allen Kopffüßern
gemein ist, dass sie bei Gefahr aus einer Drüse im Enddarm
Tinte ausstoßen um den Feind zu verwirren und die Flucht zu
erleichtern. Grundsätzlich unterteilt sich die Klasse der Kopffüßer
in die Familien der Kraken, Kalmare, Sepien und Perlboote. Alle
Kopffüßer haben einen ausgeprägten Gesichtssinn.
Ihre Augen ähneln denen der Menschen und können sehr gut
Formen und Farben wahrnehmen.
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MARMORIERTER
KRAKE (Octopus aegina)
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In
Tiefen bis 40 m anzutreffen. Die nachtaktiven Jäger ernähren
sich von Krebstieren und Muscheln. Kraken haben ein großes
Hirn und gelten als die höchstentwickelten Wirbellosen.
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PHARAO-SEPIA
(Sepia pharaonis)
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Die
eher nachtaktiven Sepien sind in der Paarungszeit auch tagsüber
zu bewundern. Sepien sind bekannt für stimmungsbedingte,
abrupte Farbwechsel. Sie ernähren sich von Krebstieren
und kleinen Fischen.
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